Das Thema digitale Souveränität beschäftigt die IT-Welt nun schon länger und jetzt gibt es einen konkreten Meilenstein aus Europa. Ein Bündnis um Nextcloud und Ionos hat die erste stabile Version der quelloffenen Web-Bürosoftware Euro-Office veröffentlicht. Das Projekt basiert auf einem Fork von OnlyOffice und soll eine europäische und selbst hostbare Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace bieten. Allerdings gibt es direkt zum Start ordentlich Gegenwind und Diskussionen in der Open-Source-Community. Die Macher von LibreOffice kritisieren das Projekt scharf, weil Euro-Office standardmäßig auf Microsofts OOXML-Format setzt, statt auf den komplett offenen ODF-Standard.
Die offizielle Github Seite findet ihr hier:
Wie seht ihr das Projekt? Ist die native Unterstützung von Microsoft-Formaten der richtige Weg, um im Alltag überhaupt eine Chance gegen die US-Riesen zu haben, oder verspielt Euro-Office damit direkt das Versprechen der digitalen Unabhängigkeit?