Amazon kauft Nvidia-Hardware in riesigen Mengen, kann aber offenbar nicht alles sofort in Betrieb nehmen. Laut Business Insider haben einige Standorte von Amazons Cloud-Sparte AWS zwar Platz für weitere Server-Racks, aber nicht genug verfügbaren Strom, um sie einzuschalten. Die Geräte werden deshalb zunächst in Zwischenlagern geparkt.

Luftaufnahme eines AWS-Rechenzentrums, hier als Symbolbild. Foto: Tedder (CC BY-SA 4.0)
Interne E-Mails aus dem August beschreiben ein neues Verfahren namens Early Rack Receipt. Amazon übernimmt die Racks damit früher in der Lieferkette und muss sie entsprechend früher bezahlen, weil knappe Hardware sonst anderweitig vergeben sein könnte. Eine der Mails rechnete für August mit GB300-Racks von Nvidia im Wert von rund fünf Milliarden US-Dollar und danach mit etwa drei Milliarden pro Monat.
Ein Amazon-Sprecher bestätigt, dass fertige Hardware regelmäßig nahe der Standorte zwischengelagert wird, und nennt das gängige Praxis. Dass es dem Konzern insgesamt an einem planbaren Weg für den Einbau der Racks fehle, bestreitet er.
Für das laufende Jahr plant Amazon laut Bericht Investitionen von rund 220 Milliarden US-Dollar. Der für die KI-Infrastruktur zuständige Manager Prasad Kalyanaraman rechnet damit, dass die Nachfrage nach Rechenkapazität selbst 2027 noch größer ist als das Angebot. Den ausführlichen Bericht gibt es bei Business Insider.
Extern · Business InsiderAWS's CFO joked about the financial toll of AI. An internal recording reveals why.Seite öffnen
Ist der Strom am Ende der eigentliche Flaschenhals beim KI-Ausbau, oder liegt das Problem woanders?