Ein Gesetz zum Kinderschutz im Netz, und ausgerechnet Stop Killing Games schlägt Alarm. In einem neuen Video nennt die Initiative um Ross Scott den EU KIDS Act ihre bisher größte Bedrohung.

Video · YouTubeThis could legitimately end Stop Killing Games.
Was die Kommission vorschlägt

Den Entwurf hat die EU-Kommission am 17. September vorgestellt. Er soll Minderjährige in sozialen Netzwerken, auf Videoplattformen, in Online-Spielen, bei KI-Chatbots und in App-Stores schützen. Vorgesehen sind unter anderem Altersprüfungen, kinderfreundliche Voreinstellungen und Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Spiele dürfen dabei auf lockerere Methoden zur Altersprüfung setzen als Social Media. Der komplette Vorschlag steht bei EUR-Lex.
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Warum die Initiative nervös wird
Knackpunkt ist die weit gefasste Definition von Online-Spielen. Nach Lesart von Stop Killing Games könnten schon Bestenlisten, Updates oder DLCs reichen, damit praktisch jedes digital verkaufte Spiel darunter fällt. Befürchtet werden Altersnachweise, die über das Eintippen des Geburtsdatums hinausgehen, rechtliche Risiken für Betreiber von Fan-Servern und hohe Kosten für kleine Studios, für die der Entwurf laut Initiative keine Ausnahmen vorsieht. Dabei halten gerade Community-Server alte Spiele nach dem offiziellen Aus am Leben.
Allerdings räumt die Initiative selbst ein, dass der Wortlaut unklar ist und Juristen ihn unterschiedlich auslegen. Bis zum fertigen Gesetz ist es ohnehin noch weit, Parlament und Rat müssen erst zustimmen.
Passend zum Thema Spielebesitz wird in der Community diskutiert, warum man Spiele lieber DRM-frei bei GOG kauft.
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Würdet ihr für Online-Spiele euer Alter nachweisen oder wäre das für euch ein Grund, nur noch offline zu zocken?