Moin zusammen! đź‘‹
Seit Valve zusammen mit dem Steam Frame auch SteamOS für ARM veröffentlicht hat, ist bei Android-Handhelds ordentlich Bewegung drin. Die Community hat das System innerhalb weniger Tage auf Snapdragon-Geräte gebracht, und inzwischen gibt es mehrere Wege, Steam auf einem ARM-Gerät zu nutzen. Hier der Überblick, damit ihr den passenden für euer Gerät findet.
Vorweg zur Einordnung. Valve hat die ARM-Version für sein Headset gebaut. Alles, was auf Handhelds und Smartphones läuft, stammt von Community-Projekten, und Valve bietet dafür keinen Support an.
Weg 1: SteamOS als eigenes System
Hier bleibt Android erhalten, SteamOS startet zusätzlich von einer microSD-Karte oder später vom internen Speicher. Die bekanntesten Projekte sind SteamOS-ARM-Handhelds und SteamOS-ARM-SM8550. Beide bauen auf ROCKNIX auf und bringen Game Mode und Desktop Mode mit.
Das Ganze ist allerdings ein Eingriff ins System. Vorher muss der ROCKNIX-Bootloader geflasht werden, und wer dabei Fehler macht, kann sein Gerät unbrauchbar machen oder Daten verlieren. Dazu kommt eine microSD-Karte mit mindestens 32 GB. Android lässt sich danach weiter über ein Bootmenü starten.
Bei den Geräten lohnt der genaue Blick. Stabile Builds gab es Ende September nur für Snapdragon-8-Gen-3-Geräte, also KONKR Pocket FIT sowie AYANEO Pocket S2 und S2 Pro. Für Snapdragon 8 Gen 2 läuft eine Beta, darunter AYN Odin 2, AYN Thor, Retroid Pocket 6 und mehrere AYANEO-Pocket-Modelle. Die Projekte entwickeln sich fast täglich weiter, schaut also vor dem Flashen in die aktuelle Geräteliste. Die Installationsanleitung pflegt das Projekt direkt auf GitHub.
Extern · GitHubGitHub - hashtagbasit/SteamOS-ARM-Port: Unofficial SteamOS for Snapdragon handhelds and tabletsSeite öffnen
Weg 2: ROCKNIX
ROCKNIX ist eine freie Linux-Distribution für Handhelds und bringt seit dem Frühjahr Steam und Proton auf Snapdragon-Geräte wie das Retroid Pocket 6 oder den AYN Thor. Auch hier läuft ein eigenes System, und der Bootloader wird angefasst. Die SteamOS-Ports nutzen ROCKNIX als Unterbau für Kernel und Gerätesupport.
Weg 3: DroidDeck als Android-App
Wer nichts flashen will, hat mit DroidDeck eine Alternative. Die App startet Valves ARM64-Steam-Client im Big-Picture-Modus direkt unter Android, inklusive Steam-Deck-Oberfläche. Root ist nicht nötig, Android bleibt vollständig erhalten. Dafür gibt es eine harte Hardware-Grenze, nämlich eine Adreno-GPU ab 730 oder aus der 8xx-Reihe.
Handhelds, die ab Werk mit Android ausgeliefert werden, etwa das Retroid Pocket 6 oder der AYN Thor, können die App direkt nutzen. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es hier:
Auf NRDLY · ThemaSteamOS auf Android: So installierst du DroidDeck Schritt für SchrittJetzt mitdiskutieren
Weg 4: Android-Apps und Armada
Wer Windows-Spiele ohne Systemumbau spielen will, kann zu Android-Apps wie GameNative oder Winlator greifen. Sie gelten als deutlich reifer als die neuen Projekte. Daneben gibt es Armada, ein SteamOS-ähnliches Linux für ARM-Handhelds, das schon vor Valves ARM-Release in Entwicklung war.
Welcher Weg passt?
Wer am Gerät nichts ändern möchte und eine passende Adreno-GPU hat, startet am einfachsten mit DroidDeck. Ein richtiges SteamOS mit Game Mode gibt es nur über die Ports, und die lohnen sich vor allem, wenn euer Handheld auf der Liste steht und ihr das Bootloader-Risiko tragen könnt. Geht es in erster Linie darum, dass Spiele laufen, sind GameNative und Winlator bisher die erprobtere Wahl.
Welches Handheld nutzt ihr, und wĂĽrdet ihr dafĂĽr Android verlassen oder lieber bei einer App bleiben? Bin gespannt, welche Erfahrungen hier zusammenkommen.